Ausstellungen 2017 – Archiv

28. Okt. bis 26. Nov. 2017, Dorf 11, Rehetobel

Mäddel Fuchs, Hawi Naira Casteñeda Willca aus Costa Rica, Margarita Lázaro, Boruca aus Costa Rica, Maleku aus Costa Rica

  • Begegnung mit heimischem Kulturgut: Sonntag, 19. November 2017 14.30 Uhr
    Anlass mit dem Fotografen Mäddel Fuchs & David Stricker & den Erzählungen eines Schuppels
  • Finissage: Sonntag, 26. November 2017, 14.30 bis 16 Uhr
    – Hans Hürlemann: historischer Rückblick zum Appenzeller Chlausen-Brauch

    – Bismärkli Schuppel: Zäuerli

Maleku, Costa Rica

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Magisches Denken und Ursprüngliches aus der Kultur der Maleku, einem indigenen Zweig, bekommt einen respektvollen Platz. Der Galeristin  Nicole Tolle, den indigenen Kunstschaffenden und den einwilligenden Stammesältesten ist es ein Herzensanliegen, liebevoll gehütete, kulturelle Erinnerungen im Andenken und Respekt an die Vorfahren in Kunst öffentlich auszudrücken und zu zeigen. Letztes Jahr fand die von Nicole Tolle und der Schweizer Stiftung Edunámica lancierte Ausstellung der Maleku sehr hohen Anklang im Nationalmuseum von Costa Rica, begleitet von der Schweizer Botschafterin. Die Mythen und Familiengeschichten der Maleku wurden bisher von einer Generation an die übernächste Generation weitergegeben an sehr ausgewählte Familienmitglieder. Das magische Denken wurde gehütet wie ein kostbarer Schatz. Diese Ausstellung trägt dazu bei, Mythen und indigene Geschichten nicht zu verlieren und diese als Teil der Costa Ricanischen Kultur zu erhalten.

Die Galeristin, Farb- und Kunsttherapeutin Nicole Tolle leitete zusammen mit Vicky Acedo, Manuel und Franklin Zuñiga und der Stiftung Edunámica das Kunstförderungsprojekt im Reservat der Maleku, deren indigene Gemeinschaft noch 600 Einwohner zählt. Die Gegend der Maleku beinhaltete vor der spanischen Besiedelung im Westen den Vulkan Rincon de la Vieja, schloss den Vulkan Arenal zum Süden und den Rio Celeste als heilige Aufstellungsorte mit ein.

Die Galeristin Nicole Tolle lädt sieben indigene Maleku zur Vernissage ein, welche die ganze Maleku-Gruppe vertreten:

  • Rosa Álvarez
  • María Lilian Silva
  • Hazel Blanco
  • Leticia Morales
  • Betty Reyes
  • Nelson Mejía
  • Eugenio Alvarez

Weitere kunstschaffende Maleku sind an der Ausstellung vertreten: Ana Lorena Gómez, Carajaca Quiterrisuf Lacayo, María Marta Quirós, Floribeth Elizondo, Marcela Quirós und Carolina Elizondo.

Vertreten in der Ausstellung ist eine Maske der respektierten, indigenen Anführerin des Boruca-Stammes Margarita Lázaro. Diese Maske wird in den Diablitos-Zeremonien verwendet. Margarita Lázaro beschäftigt sich seit über 35 Jahren mit den kulturellen Bräuchen der Boruca und hat unzählige  künstlerische Projekte ins Leben gerufen. Ihren Unterhalt verdient sie als Weberin.

Hawi Naira Casteñeda Willca, Fotografin Costa Rica

 

Hawi Naira Casteñeda Willca dokumentiert mit ihren Fotografien das indigene Brauchtum der Diablitos aus dem Territorium der Borucas in Costa Rica. Die Fotografin Hawi Naira Casteña Willca verbindet immaterielles, indigenes Kulturerbe mit der Nationalität Costa Ricas unter dem Einfluss der spanischen Eroberung.

Biografie

Hawi Castañeda wurde 1993 in San Jose, Costa Rica geboren. Sie wurde sensibilisiert in indigenen Überlieferungen aus der Andenkultur, weil Ihre Eltern aus Peru und Bolivien stammen. Sie schloß Ihr Studium ab in Anthropologie an der Universität von Costa Rica. Dabei lenkte sie den Fokus auf die dokumentarische Fotografie, auf Grafik-Design und auf eine Kombination von Bildsprache und Forschungs- und Sozialmanagement. Ihre fotografische Tiefe und ihren Blick für indigene Themen hat sie bewiesen in Costa Rica, Bolivien, Peru, Panama und Guatemala. Sie versteht es Themen von nationalem Interesse und immateriellem  Kulturerbe mit der Umwelt zu verbinden.
Im Jahr 2015 gründete sie die Zeitschrift U-Sûre, das ist eine anthropologische Studentenzeitschrift verbunden mit Text, Bild und Kunst. Im dokumentarischen Kino hat zwei Kurzfilme über die bäuerliche Landwirtschaft in Panama und über das Leben eines Barbiers als Nicaraguaner in der Stadt San Jose gedreht.

Mäddel Fuchs

Mäddel Fuchs zeigt mit seinen Fotografien das heimische Brauchtum des Silvesterklausens aus dem Appenzellerland.

Gekürzter Text von Peter Weber aus „Hag um Hag“

„Der Schattenfuchs, ganz Auge, kommt immer mit dem Schnee. Sobald es geschneit hat, sobald das frische Weiss ausliegt, kann er bei seiner Pirsch beobachtet werden.(…)Er streift über Kuppen, er zeigt sich am Rande intensiv bewirtschafteter  Flächen – in den Wintermonaten dürfen sie ruhen und lassen sich begehen. (…)Die Dämmerung malt ihn mit, er wirft einen langen Schatten, und in diesem Schatten hat sich sein zum Schwänzchen  gebundenes Haar in einen Schweif verwandelt. Der Schattenfuchs liebt das Elementare. Der flach besonnte Schnee ist seine Leinwand. Nur im Winter kann er die sterbenden Zäune beseelen. Dabei geht es ihm um die Verwandlung des Zauns in den lebendigeren Hag.(…)
Er darf sich ihnen nur aus bestimmten Winkeln nähern, seine Spuren und sein eigener Schatten dürfen nicht aufs Bild. (…)Pfähle und Latten: Sie erzählen von der Besiedelung, von Familien, von Männern in den Hängen, von Wild, Zahm und Eigen. Der Schattenfuchs kennt graublaue Schliche, führt seine Gäste nach Hundwil zu einem Bauernhof, wo in der Frühe die schönen Silverchläuse auf die wüsten treffen werden. Vordämmerung bei klarem Himmel, Januar. Schläge einer Kirchglocke , Schwebungen, aus der Ferne Geschell. Es liegt viel geschlagenes Holz neben der Strasse, grob sortiert, entastete Stämme, Asthaufen, Stauden für den Kachelofen. Der Boden ist seit Wochen gefroren, Schleifspuren aus den Wäldern. Auf dem Weg zu besagtem Hof entdecke ich den Urhag: Eine Bäumchenhecke, aus dem Nadelwald kommend und langsam in einen Hag übergehend.(…)
Das Bauernhaus wird von einem Hund bewacht. Er ist der lebendigste Hag. Ein Hofhund schläft meistens und erwacht plötzlich zu höherer Hektik. Er empfängt die Besucher bellend. Zwischen Haus und Garage erleben wir die Verwandlung der Bauern, Gewerbetreibenden, Beamten in schöne Chläuse. Ihre Kopf-Aufbauten sind so gross und so zerbrechlich, dass sie nicht ohne Hilfe  aufgesetzt werden können. In den prächtigsten sind Miniaturen  sennischen Lebens zu sehen, samt Vieh und Maschinen und Bläss, alle Kleinstzäune intakt. Die Sonne hält sich hinter dem Horizont, mit den ersten Gesängen hellt sich der Himmel auf, die Wipfel der höchsten Tannen auf den Hügeln gegenüber färben sich von oben her ein, Spitzen gelbgrüner Pinsel. Wir stehen in der Kälte, die schönen Chläuse singen singen sich warm, die wüsten werden erwartet. Wir hören sie, bevor wir sie sehen. Scheppern, bellende Hunde. Waldrandbewegungen, sie kommen aus den Büschen, lebendige Sträucher, und was sie ausgeheckt haben, zeigen sie jetzt: Zum Fürchten. Sie bringen Waldfinsternis  ans Haus. Der Schattenfuchs wird vom allerwüstesten Chlaus gegrüsst, blutender Fichten-Irokese, verwachsenes Halbhorn. Er trägt einen toten Fuchs um die Schulter. Fachgespräche zwischen Schattenfuchs und Fuchsgott, beide flüstern. Dann singen Schön und Wüst zusammen schön. Wir erleben die Geburt des Schönwüsten aus dem Geiste der Graadhebens.”

Biographie

– Lehr- und Experimentierjahre zwischen Hörsaal, Politdemos, Flower Power und unzähligen Gelegenheitsjobs
– ab 1975 Konzentration auf die Fotografie; Rückkehr ins Appenzellerland anfänglich eher zufällig, doch sehr bald aus ganzem Herzen
– ausgedehnte Reisen in alle Welt
– 1982 – 1987 freie Mitarbeit an der Beilage „Wochenende“ in der NZZ
– etabliert sich als freier Fotograf, Einzel- und Gruppenausstellungen
– 1985  erster Bildband „Appenzellerland“, Fretz Verlag (vergriffen)
– Es folgen weitere Bildbände und Arbeiten, Ausstellungen
– 2002  Kulturpreis der UBS Kulturstiftung
– 2003  Kulturpreis der Dr. Dr. hc Margrit Bohren Stiftung, zusammen mit
Amelia Magro und Herbert Maeder
– 2004  Ausgestaltung des gesamten Hotelbereichs des Hotel Hof Weissbad
mit S/W Silbergelatine-Baryt Fotos.
– 2010 Initiator und Mitorganisator der Ausstellungsreihe „BERGE, MENSCHEN, KULTURRÄUME“


Ausstellung – Details

28. Oktober bis 26. November 2017

  • Mäddel Fuchs, Gais
  • Hawi Naira Casteñeda Willca, Costa Rica
  • Margarita Lázaro, Boruca, Costa Rica
  • Maleku aus Costa Rica.

Öffnungszeiten
Sonntage jeweils 14 bis 16 Uhr
Samstage: 11. und 18. Nov. 14 bis 16 Uhr

Vernissage: Samstag, 28. Okt. 2017, 17 Uhr

  • Ansprache: Fredi Stricker Regierungsrat AR, Departement Bildung und Kultur

Begegnung mit heimischem Kulturgut: Sonntag, 19. November 2017 14 – 16. 30 Uhr

  • Einführung & Gespräch mit dem David-Stricker-Schuppel
    und Mäddel Fuchs
  • Blick durch die Kamera des Fotografen Mäddel Fuchs
Finissage: Sonntag, 26. November 2017, 14.30 bis 16 Uhr
  • Hans Hürlemann: historischer Rückblick zum Appenzeller Chlausen-Brauch
  • Bismärkli Schuppel: Zäuerl

Einladungskarte
Alle Details hier


Juni 2017: Bea Näf, Simon Abenhaim, Ruth Zwiener, Klaus Müller

Bea Näf

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Sein  –  Stein  –  Formation
„Durch die Steinbildhauerei finde ich zur Ruhe. Die Steinarbeit beginnt intuitiv, ich folge dem Gefühl, zutiefst verbunden mit dem Stein.  Eine Schaffenskraft lässt mich walten, der Wille wird zurückgebunden, hin bis zu einem Motiv, einer reifen Idee. Spielerisches in meditativer Haltung folgt einer Maserung, Struktur, Transparenz, Licht und Form. Meine Skulpturen berühren in der Wegbeschreitung und an der Freude der Formation.“

  • Geboren 1960 in Radolfzell
  • Kunsttherapiestudium Fachhochschule Ottersberg,1982-1988
  • Schwerpunkt Erziehung der drei Kinder (1978, 1988, 1990)
  • Mitaufbau der Scuola di Scultura in Peccia, 1986-1996
  • Kurstätigkeit in Steinbildhauen
  • Herstellung von Skulpturen seit dem Studium

Simon Abenhaim

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Gefühlswahrnehmungen leiten mich. Spontan, intuitiv und äusserlich bewegt zeige ich Farbemotionen.
„Jeder Pinselstrich ist eine Liebeserklärung an die Kunstmalerei.“

  • Auslandaufenthalte Spanien, Frankreich, Kibbutz in Israel
  • Ausbildung als Psychiatrie- und Krankenpfleger
  • Handels- & Fachdiplom im Sozialmanagement
  • Führung der Altersbetreuung im Notkerianum St. Gallen
  • Autodidakt in der Ölmalerei
  • 2 Semester, Schule für Gestaltung St. Gallen
  • Weiterbildungen an Seminaren

Ruth Zwiener

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Fliessen

  • Fliessen lassen, in stetiger Bewegung
  • Fliessende Wege,  kraftvolle Rhythmen, zarte Nachklänge
  • Farbe ist wässrig, sie berührt und belebt
  • Einblicke gewähren in darunterliegende Schichten  birgt inneren Reichtum

– Meisterkurs Farb-Klang-Körper
– Div. Weiterbildungen z.B. zHdK, FFR St. Gallen
– Studienaufenthalte in Spanien
– Div. Ausstellungen wie Galerie Rosenhofraum Wädenswil
– Bilder, Galerie Schrift-Art Rheineck und Projekt Seefrörne, Kunstpark am See in Lagenargen
-vertreten in div. öffentlichen Räumen

Klaus Müller

  

Thema meiner Arbeiten sind der menschliche Kopf oder Körper in abstrahierter Form, da mich Menschen in ihrer Viel-Gesichtigkeit interessieren und wie sie sich darin zum Ausdruck bringen. Bei der Arbeit selbst gehe ich nicht von einem vorgefertigten Modell oder einer vorgegebenen Idee aus, sondern versuche in einem Dialogmit dem Holz oder Stein bei dem ihre Eigenheiten (Risse, Einbuchtungen, Rundungen, Abbrüche, Kanten usw.) aufgenommen und bearbeitet werden, zu einer ausdrucksfähigen Form zu kommen. Dabei spielen Gesichtspunkte wie Ausgewogenheit, Bewegung, Linienführung, Gleichgewicht eine grosse Rolle. Am Ende dieses dialogischen Prozesses entstehen Skulpturen, deren Ausdruck Offenheit für unterschiedliche Eindrücke und Vorstellungen lässt.
Biographie

  • In Deutschland geboren,
  • Nach dem Studium zunächst als Lehrer tätig, später als Psychologeund Psychotherapeut.
    Arbeitet seit 1975 mit Holz, ab 2000 auch mit Stein.
  • Seit 1998 ausschliesslich als Bildhauer tätig.
  • Lebt und arbeitet seit 2006 in der Schweiz in Wolfhalden.
  • Verschiedene Ausstellungen in Deutschland und in der Schweiz.

Ausstellung
Sonntag, 4. Juni bis Donnerstag, 6. Juli 2017
Bea Näf, Simon Abenhaim, Ruth Zwiener, Klaus Müller

Öffnungszeiten
Donnerstag jeweils 14 bis 16 Uhr
Sonntag jeweils 15 bis 17 Uhr

Vernissage:
Freitag, 2. Juni 2017, 19 Uhr
Musikalische Umrahmung: Dany, Anja & Flurin Dütsch

Einladungskarte
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4. bis 26. März 2017: Ursula Raschèr, Manuela Mollwitz und Christoph Traub

Ursula Raschèr

Das Grundmaterial für meine Bildschöpfungen ist Kunststoff. Es sind Fundstücke, verwitterte Fragmente aus Mittelmeer und Bodensee. In Form und Farbe bleiben sie unverändert. Die Bildgestaltung ist einfach, spärlich. Bild und Titel sind gleichwertig und bilden ein Spannungsfeld.

Das Leben ist für mich ein ständiger Dialog: überall, immer, mit allen und allem.
Materialwahl und Arbeitsprozess sind bestimmt von diesem Verständnis. So interessieren mich besonders Fundstücke mit Vergangenheit und Eigenleben, weil sie selbst als Fragment noch grosse Ausdruckskraft entwickeln können. Das Material spricht in eigener Sprache.

Es ist auch in der kleinsten und versehrtesten Form noch eine Absicht zu erkennen. Die Teile in der überzeugendsten Position zueinander in Beziehung zu setzen ist die Herausforderung. Die Bildfindung gleicht einem Spiel, einer Aufforderung zum Tanz. In diesem handnahen Geschehen entsteht auf dem Bild eine Art Rückeroberung einer Ganzheit, im besten Fall eine „Nichts stört den Blick Vollkommenheit“.

  • Aufgewachsen in Arosa
    Wohnhaft seit 2006 in Wolfhalden
  • Ausbildungen – mit entsprechenden Arbeitsfeldern in Zürich:
    Sozialarbeit
    Psychotherapie
    Kunstschule Wetzikon

Manuela Mollwitz, Malerin und Bildhauerin

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Kunst zu machen nährt meine Persönlichkeit und verstärkt meine Wahrnehmungen. – Kunst zu teilen öffnet die Tür zu meinem Herzen und lässt den Betrachter herein ”

Manuela Mollwitz sucht in ihren Werken klare Linien und glatte Oberflächen. Sie will mit Ihrer Kunst nichts vertuschen oder verbergen, sondern dem Betrachter offen gegenüber treten. Ihre Bilder und Skulpturen zeigen Frauen mit einer gewissen erotischen Ausstrahlung, sie reflektieren ihr Verständnis vom weiblichen Geschlecht. Manuela Mollwitz zeigt wie Frauen mit ihrer Erotik, verbunden mit Intelligenz, Stärke, Einfühlungsvermögen und Schönheit eine unverzichtbare Rolle in unserer Gesellschaft spielen. In Ihren Bildern legt sie gern den Fokus auf einen bestimmten Ausschnitt ihres Motives, um so das Wesentliche, das Zusammenspiel von Kraft, Energie und Körper hervorzuheben.
1964 in Norddeutschland geboren und aufgewachsen, beginnt Manuela schon in jungen Jahren ihrer Leidenschaft für die Malerei nachzugehen und sie konstant auszubauen.
Im Anschluss an ihr Abitur an der Fachschule für Sozialpädagogik Hamburg im Jahr 1983 und einem Fotokurs im Bereich Fotokunst an der Kunstschule für Grafik und Design, Hamburg, arbeitet Manuela zwei Jahre lang für den bekannten Künstler Bruno Bruni. Kurz nach ihrer Ankunft in Mailand im Jahr 1986 folgt ein Studium in “Pittura” an der “Accademia delle belli Arti di Brera”, welches sie im Jahr 2000 mit Erfolg abschliesst und darauf ein zweijähriges Studium in Aktmalerei macht.
Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Lugano und ist seit 2006 aktives Mitglied der Bildhauergruppe des Künstlers Gianmarco Torriani aus Rancate.

  • 2004 Muzzano, Schweiz, Muzzano in Arte, Gruppenausstellung
  • 2007 Lugano, Schweiz, Banca UBS, Gruppenausstellung
  • 2010 Verlagshaus Mondadori Wettbewerb “Premio Arte 2010” erfolgreich klassifiziert mit dem Werk “Polo Umpire”
  • 2014 Hannover Deutschland, Hannover Gallery, Gruppenausstellung
  • 2015 Lugano, Schweiz, Bank UBS, Gruppenausstellung
  • 2015 Lugano, Schweiz, Showroom LeChic Thema: “L’energia è movimento”, Einzelausstellung
  • 2016 Lugano/Loreto, Schweiz, Einzelausstellung
  • 2016  Mendrisio, Schweiz, Giesserei Perseo, Benefizveranstaltung
  • 2016 Lugano, Schweiz, IDeA, Inneneinrichtung in Zusammenarbeit mit Silvano Lodi, IntArt Sa
  • 2016 Lugano, Schweiz , BAUtique, Hunde SPA, Home design, Schmuck und Kunst rund um den Hund

Christoph Traub

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Christoph Traub sucht den Widerstand des Steins, besonders gerne des harten Granits, in Blöcken oder Platten, nicht durchädert, nicht porös; jedoch unter anderem auch in Marmor, Jura, Kalkstein arbeitet er. Aus dem Stein formt er mit Presslufthammer, Flex, Schleifmaschinen, Schlageisen, Schlegel Körperformen, anfangs waren es stärker Ganzkörper, später meistens Fragmente, Körperteile, Gliedmasse, Bäuche, Haut, Flügel, nicht selten mit Falten, Wülsten, Einbuchtungen, Einkerbungen, manchmal auch Durchbrüchen. Neben rundlichen organischen Konturen gibt es gelegentlich konstruktivistische Elemente: Gerade Schnitte, kubische Einschnitte, rechtwinklige Durchblicke wie auch architektonische Elemente, Kapitelle.
Henner Grube, Ausschnitt der Rede zur Ausstellung in Reutlingen, März 2015

Christoph Traub`s Skulpturen sind im klassischen Sinn nicht schön, weil Regelmässigkeit und Ebenmässigkeit nicht die vorrangigen Massstäbe sind an denen Traub sich beider Arbeit orientiert, sondern er will Spannungen ausdrücken, das bedeutet auch Missverhältnisse anzudeuten: Ungewöhnlich lange Glieder, die sich manchmal noch auf bizarre Weise winden, gestutzte Flügel und breite Formen auf dünnen Trägern. C.T. sucht nach einem eigenen Profil in der Formung seines Typenrepertoires. Er spürt der menschlichen Anatomie nach, macht das ohne Respekt, komprimiert, längt, perforiert, abstrahiert, auf grob geometrische Weise die Körper, die nichts Heiles und Heldisches mehr haben.
Annette Keles, Schriftstellerin

  • 1964: geboren in Stuttgart
  • 1983: Bildhauerpraktikum bei Prof. Fritz Nuss
  • 1984–1987: Lehre als Steinbildhauer bei Hans Neuwirth
  • 1988: Kunstakademie Karlsruhe, Prof. van Dülmen
  • Seit 1990 freischaffend
  • Mitglied im VBKW, BfB, Kunstverein Schorndorf, Sculpture Network
  • Seit 1990 mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
  • Private und öffentliche Ankäufe
  • Teilnahme an Symposien im In- und Ausland
    u. a. Ägypten, Belgien, China, Frankreich, Schweiz, Türkei, Syrien, Albanien

Ausstellung

4. März bis 26. März 2017
Manuela Mollwitz, Ursula Raschèr Müller & Christoph Traub

Öffnungszeiten
Samstag, Sonntag: 14:00 – 16:00 Uhr
Mittwoch, 15. März: 14:00 – 16:00 Uhr

Vernissage: Sa 4. März 17 Uhr
Musikalische Umrahmung:
Renate Anderegg, Eugenio Steiner & Tony Mathies

Einladungskarte
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